SUPREME
Die EU hat das SUPREME-Konsortium ausgewählt, um die supraleitende Technologie der Union weiterzuentwickeln und für eine breitere industrielle Nutzung vorzubereiten
Die Europäische Union hat dem SUPREME-Konsortium 25 Millionen Euro bewilligt. Dies stellt einen bedeutenden Meilenstein für die Industrialisierung supraleitender Quantentechnologien in ganz Europa dar. Zusammen mit nationalen Fördermitteln der Mitgliedstaaten beläuft sich die Gesamtförderung auf 50 Millionen Euro. Zu den wichtigsten Zielen der Initiative gehören die Entwicklung stabiler supraleitender Technologien sowie deren Bereitstellung für Industrie und Wissenschaft.
Die erste Phase beginnt Anfang 2026 und wird dreieinhalb Jahre dauern. Dabei arbeiten 23 Partner aus acht Mitgliedstaaten zusammen.
SUPREME wird mit der Mission gestartet, supraleitende Quantentechnologien zu industrialisieren und Europas Position als globaler Vorreiter für Quanteninnovationen zu stärken. Ziel ist es, skalierbare und stabile Herstellungsprozesse für supraleitende Quantenbauelemente zu entwickeln und diese europäischen KMU, Großunternehmen, Start-ups und der Wissenschaft zugänglich zu machen.
Das Projekt verfügt über ein Gesamtbudget von etwa 50 Millionen Euro, das zu gleichen Teilen vom EU Chips Joint Undertaking und von nationalen Förderagenturen bereitgestellt wird. Die Finanzierung deckt die erste Phase der Initiative über 3,5 Jahre ab.
„Diese Initiative soll das europäische Quantenökosystem stärken. Wir werden sicherstellen, dass die im Rahmen von SUPREME entwickelten Innovationen von Unternehmen in ganz Europa breit genutzt werden können und letztlich eine erhebliche Marktwirkung erzielen. Um dies zu unterstützen, werden wir eine ambitionierte Roadmap umsetzen, die die Industrialisierung supraleitender Quantentechnologien steuern und beschleunigen wird“, sagt Pekka Pursula, Vizepräsident für Mikroelektronik und Quantentechnologie bei VTT und Koordinator des SUPREME-Konsortiums.
Das zentrale Ziel besteht darin, stabile Technologien zu entwickeln und Industrie sowie Wissenschaft Zugang zu ihnen zu ermöglichen. Ein bedeutender Meilenstein wird die Herstellung und Demonstration eines 3D-integrierten Qubit-Moduls mit 200 Qubits sein. Damit sollen eine verbesserte Stabilität, höhere Ausbeute sowie eine bessere Reproduzierbarkeit der zentralen Herstellungsprozesse für supraleitende Quantenchips gezeigt werden.
SUPREME konzentriert sich auf die Entwicklung und Validierung wichtiger Quantenprozesse, darunter winkelverdampfte Josephson-Junctions, geätzte Junctions, 3D-Integration sowie hybride Prozesse für Anwendungen in Quantencomputing, Quantensensorik und Quantenkommunikation. Ziel ist es, den Technologie-Reifegrad TRL 6 und den Fertigungsreifegrad MRL 6 zu erreichen.
Förderung von Wachstum und Innovation der europäischen Industrie
Um die Wirkung zu maximieren, wird SUPREME seine Herstellungsprozesse Unternehmen zur Verfügung stellen, indem Pilotierungsdienste angeboten werden. Der Zugang zu den Technologien erfolgt über Process Design Kits (PDKs) und Pilotläufe, damit Unternehmen ihre eigenen Quantenbauelemente und -systeme entwerfen und entwickeln können.
Gemeinsame Fertigungsläufe sind besonders für Unternehmen in frühen Entwicklungsphasen vorteilhaft, da sich mehrere Nutzer die Kosten eines vollständigen Wafer-Fertigungslaufs teilen können. Process Design Kits (PDKs) liefern Designregeln und validierte Prozessspezifikationen.
SUPREME setzt sich dafür ein, Europas Position in der Quantentechnologie zu stärken, indem die Grundlage für technologische Souveränität Europas bei supraleitenden Quantentechnologien geschaffen wird. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zu den Zielen der Europäischen Quantenstrategie und des European Chips Act.
Konsortialpartner
The consortium combines European expertise in superconducting technology from academia, RTO’s, industrial technology developers and end-users.The consortium involves the following 23 partners from eight EU Member States:
- Forschungsorganisationen und Hochschulen: VTT (Koordinator, Finnland); TNO (Niederlande); Delft University of Technology (Niederlande); Bayerische Akademie der Wissenschaften (Deutschland); Fraunhofer-Gesellschaft für Angewandte Forschung e.V. (Deutschland); Max-Planck-Gesellschaft (Deutschland); Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V. (Deutschland); Commissariat à l’Énergie Atomique et aux Énergies Alternatives – CEA (Frankreich); Universität Neapel Federico II (Italien); Fondazione Bruno Kessler (Italien); Institut de Física d’Altes Energies – IFAE (Spanien); Silicon Austria Labs (Österreich)
- Großunternehmen: Infineon Technologies AG (Deutschland); IQM Finland Oy (Finnland)
- Kleine und mittlere Unternehmen: Arctic Instruments Oy (Finnland); Alice & Bob (Frankreich); QuantWare BV (Niederlande); Single Quantum BV (Niederlande); QphoX BV (Niederlande); Peak Quantum GmbH (Deutschland); Silent Waves (Frankreich); Amires – The Business Innovation Management Institute (Tschechien); Qilimanjaro Quantum Tech S.L. (Spanien)
